So fing alles an …



Wir schreiben das Jahr 1997. Es ist Oktober, und es ist kalt. Zum ersten Mal halten wir den Schlüssel unserer Bäkeburg in den Händen. Aufgeregt schließen wir das Schloss auf.
Die einen sehen in dem, was vor unseren Augen erscheint nur Grauen, andere haben eine Vision.
Was uns Sorgen macht, ist das Dach, denn von außen nicht sichtbar, ist es absolut marode.

Aber was sollten wir tun? Gel hatten wir keines, aber fleißige Hände, also fingen wir bei Minusgraden an, die Schindeln vom Dach zu entfernen, die Morschen Balken und Latten zu erneuern und den Schornstein abzureißen. Ahnung hatte keiner, Arber irgendwie ging es dann doch.


Innen rissen wir Wände ein, nachdem wir sicher gestellt hatten, dass sie nicht tragend waren. So wurden aus einem Herren-Pissoir, einer Damen- und einer Herrenteilette – und zusätzlich einem Service-Raum drei neue Räume. Das Herren WC ließen wir in den Grundmauern stehen, der Service-Raum wurde zur Küche. Die beiden anderen Räume vereinten wir zu einem Gruppenraum mit Zugang zum Dachboden, den wir zur Schlafgelegenheit ausbauten.

Die Grünfläche durften wir nicht nutzen, alles, was uns blieb waren die Wege, um den Schutt zu lagern, Dachschindeln zu säubern und Baumaterial zu lagern.
Unser Zauberwort hieß: Improvisation!