Ein ehemaliges Toilettenhäuschen als Ort für Jugendarbeit?
Klingt ungewöhnlich … ist aber wahr! Ganz ehrlich!
Die Bäkeburg – klein angefangen, groß für Kinder und Jugendliche.
Vom Toilettenhäuschen zur Bäkeburg: Manchmal braucht es nicht viel, damit ein besonderer Ort entsteht. Ein kleines ehemaliges Toilettenhäuschen, eine gute Idee und Menschen, die daran glauben, dass Kinder und Jugendliche Räume brauchen, in denen sie willkommen sind.
Heute ist die Bäkeburg ein Treffpunkt für pädagogische Kinder- und Jugendarbeit mitten in Berlin-Steglitz. Hier geht es nicht nur um einen Raum, sondern um Begegnung: Kinder und Jugendliche können ankommen, Zeit verbringen, gemeinsam etwas erleben, kreativ werden, spielen, reden und neue Erfahrungen sammeln.
Die Bäkeburg steht dabei für einen einfachen, aber wichtigen Gedanken: Junge Menschen brauchen Orte, an denen sie einfach sie selbst sein dürfen. Ohne Leistungsdruck, ohne ständig etwas leisten oder beweisen zu müssen. Dafür mit Menschen, die zuhören, ermutigen, Grenzen setzen, wenn es nötig ist, und ihnen etwas zutrauen.
Als Ort pädagogischer Jugendarbeit verbinden wir Freizeit, Bildung und persönliche Entwicklung. Wir möchten Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswelt erreichen, ihre Stärken entdecken und sie darin unterstützen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen. Dabei entstehen Beziehungen – und aus Beziehungen können Vertrauen, Orientierung und neue Perspektiven wachsen.
Die Bäkeburg ist bewusst niedrigschwellig. Wer vorbeikommt, soll nicht das Gefühl haben, erst bestimmte Voraussetzungen erfüllen zu müssen. Du darfst kommen, wie du bist. Wir schaffen Raum für Gespräche und Gemeinschaft ebenso wie für Spiel, Bewegung, Kreativität und gemeinsame Projekte.
Dabei ist uns Partizipation wichtig: Kinder und Jugendliche sollen nicht nur Besucher unserer Angebote sein, sondern den Ort mitgestalten können. Ihre Ideen, Fragen und Wünsche gehören dazu. Denn pädagogische Arbeit bedeutet für uns nicht, jungen Menschen vorzuschreiben, wie ihr Leben aussehen soll. Sie bedeutet, sie auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen etwas zuzutrauen.
Und vielleicht passt gerade deshalb die Geschichte des Hauses so gut zu seiner heutigen Aufgabe: Aus etwas, das ursprünglich für einen ganz anderen Zweck gedacht war, ist ein Ort geworden, an dem Zukunft gestaltet wird.
Die Bäkeburg ist ein kleiner Ort. Aber manchmal braucht es gar nicht viel Raum, um Großes möglich zu machen: ein offenes Ohr, einen sicheren Platz, ein gemeinsames Erlebnis und jemanden, der sagt: „Schön, dass du da bist.“
Das ist die Bäkeburg.
Ein Ort zum Ankommen.
Ein Ort zum Mitmachen.
Ein Ort zum Wachsen.